Eine persönliche Zeitreise

Kurzfassung eines Beitrages zum 12. Dresdner Farbenforum 2019

Eckhard Bendin

Die feierliche Übergabe und Einbindung der Sammlung Küppers
in Verbindung mit der Eröffnung neuer Räume für die Sammlung Farbenlehre an der TU Dresden riefen in mir Erinnerungen an manche Begebenheit und Begegnung hervor, die mit dem Anspruch einer ‚Logik der Farbe‘, dem Thema des 12. Farbenforums, in Verbindung stehen und die Spezifik und Bedeutung der Dresdner Sammlungs- geschichte vielleicht in besonderer Weise illustrieren kann.

Eine Zeitreise, deren Erinnerungsbogen sechs Jahrzehnte und etwas weiter zurückreicht und über manch denkwürdiges Zusammentreffen von Ereignissen, Personen und Meinungen auch die Frage nach Wahrheit, Plausibilität und Nachvollziehbarkeit stets herausforderte, nach wissenschaftlichen und didaktischen Aspekten also, wie sie uns der Terminus ‚Farbenlehre‘ eigentlich nahelegt.

Dresdner Farbenforums und der Sammlung Farbenlehre sowie einige Tagungen und Ausstellungen an der TU Dresden, die auch von der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft unterstützend begleitet wurden.

Oft stand dabei die Frage, inwieweit sich unser historisches Wissen folgerichtig und verifizierbar in einer komplexen ‚Logik der Farbe‘ verfestigten und vermitteln lässt. Nicht selten erweist sich Farbe als Wahrnehmungs- u. Bewusstseinsphänomen aber auch als relativ bzw. unberechenbar, vergleichbar mit einem komplexen ‚Gesprächsstoff‘ in einem babylonischen Sprachgewirr, dessen grammatikalische Struktur und Vielfalt uns oft unlogisch vorkommt.

Farbe als Mysterium

Die Stationen meiner retrospektiven Zeitreise zwischen der Gründung des Bauhauses und der ersten fotografischen Darstellung eines‚ Schwarzen Loches‘ 100 Jahre später zeugen von der stetigen Suche nach allgemeingültigen Wahrheiten, verkörpert z. B. auch in Modellen, die uns helfen sollten, bestimmte Seiten des ‚Mysteriums Farbe‘ fasslich zu vermitteln.

Während meines Studiums in Weimar konnte ich Anfang der 60er Jahre z.B. noch den 1923 dort erstmals ausgestellten Doppelkegel Wilhelm Ostwalds – eine Innovation zu jener Zeit – bewundern.

Erste Erfahrungen am ehemaligen Bauhaus

80 Jahre später baute ich jenes leider verschollene Exemplar für die TU Dresden als Referenzmodell nach. Als ein Eckpfeiler unseres Sammlungsbestandes war jenes Modell inzwischen auch gefragtes Exponat mehrerer Ausstellungen zur Geschichte der Farbenlehre. …

Vollständiger Beitrag zum Download:

Verantwortung liegt bei dem Urheber des Beitrags Eckard Bendin


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